Es werden voraussichtlich noch weitere Programmpunkte dazu kommen 🙂
Außerdem ist es möglich, dass sich noch Sachen ändern, am besten schau kurz bevor du zu einem Programmpunkt gehst nochmal hier oder auf den analogen Timetable vor Ort, was der aktuelle Stand ist.
Du willst spontan einen weiteren Programmpunkt machen? Die Räume “P31-Seminarraum” und “P31-Keller” können den gesamten Zeitraum vom 26.09. bis zum 04.10. bespielt werden, jeweils von 10:00 bis 22:00. Vom 02.10. bis zum 04.10. kann zusätzlich von 11:00 bis 20:00 der Raum “Heizhaus-Brücke” bespielt werden. Natürlich alles nur zu den Zeiten, zu denen nichts eingetragen ist und im besten Fall mit ein bisschen Puffer zwischen den Programmpunkten im gleichen Raum (im Idealfall halbe Stunde).
Wenn nichts anderes dabei steht finden die Programmpunkte deutschsprachig statt.
25.09. (Freitag):
Gemütlicher Anreisetag mit noch nicht so viel Programm.
Ab 19:00 Eröffnungsveranstaltung mit Hangoutkneipe @P31-Barraum
Am letzten Freitag im Monat ist im Projekt 31 normalerweise Hangoutkneipe. Wir nutzen das für einen entspannten Anreise-Abend 🙂
20:15 – 21:30 Kneipenquiz @P31-Barraum
Wir starten mit einem kleinen Kneipenquiz mit den Kategorien “anarchistische Geschichte”, “Aktionsformen und Praxis”, “Zitate” und “Musik und Kultur”. Das Quiz ist in Teams, also eine gute Gelegenheit um Menschen kennen zu lernen.
Ab 20:30 wdlbrmft dj set @Heizhaus-Brücke
Diese Party ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Politisch stabile subwoofer Bassmassage für alle!
Ab 21:30 Energizer und Spiele vorstellen @P31-Barraum
Viele kennen es: manchmal braucht man zwischen den Programm-Slots einfach mal einen kurzen Energizer um sich noch gut konzentrieren zu können. Oder das Abendprogramm taugt nicht und man sucht nach selbstorganisierten Alternativen. Hier könnt ihr Energizer, Spiele und ähnliches vorstellen, potentiell sind das dann Ressourcen für die ganze Woche.
26.09. (Samstag):
Nicht nur aufgrund des quellc0d3 gibt es am ersten “vollen” Tag direkt einen Fokus auf praktisches.
12:00 – 12:45 Android internals. Ein Einblick ins Innenleben von Android @Heizhaus-Brücke
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Google riegelt Android immer weiter ab. Aber da es Open Source ist, könnte man doch etwas machen. Allerdings versteht niemand Android. Deshalb ändern wir das!
Android OS Interna Einführung, für Menschen die sich mit Linux auskennen und/oder App Entwicklungserfahrung haben.
12:00 – 13:00 Selfhosting Security @Heizhaus- Brücke
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Dies soll eine Austauschrunde zum Thema Security beim Selfhosting sein, wenn ihr eure Dienste im Netz sorgenfrei betreibt/betreiben wollt. Vielleicht habt ihr euren SSH-Port geändert, implementiert Zero Trust oder erfüllt sogar schon BSI Grundschutz, KRITIS, ISO 27001 und NIS2. Wir wollen uns über Techniken, Frameworks, Tools, Architekturen und mehr austauschen.
12:00 – 13:30 Notizbücher basteln @P31-Seminarraum
Kleine Notizbüchlein binden und einen Einband dafür gestalten (falls Menschen Lust haben den Einband als Collage zu gestalten, wäre es cool wenn Menschen dafür was mitbringen).
12:45 – 13:45 Fixing the colors in every software @Heizhaus-Rolltore (Englisch-sprachig!)
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Sit down and help fix image manipulation libraries that do not understand sRGB and hence get the colours wrong. Free for all, we will at least learn something here 😉
13:00 – 13:40 Druckerzeugnisse mit HTML und (Print) CSS erstellen @Heizhaus-Brücke
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
HTML und CSS eignen sich gut, um Druckerzeugnisse (Flyer, Plakate, Bücher) zu designen. Vor allem wenn man die relevanten CSS Properties, Erweiterungen und Tools kennt. In diesem Vortrag stelle ich diese vor!
13:45 – 15:45 Reform, Aufstand oder Revolution? Über strategische Ansätze und deren Wechselwirkung @P31-Seminarraum
Was hat es eigentlich mit “Reform”, “Aufstand” und “Revolution” auf sich und wie unterscheiden sich die letzteren beiden? Wie spielen diese Ansätze zusammen? Diffamieren militante Aktionsformen reformistische Ansätze und sabotieren sie damit? Was ist eigentlich der “Radical Flank Effect”? Sind reformistische Ansätze per se systemstabilisierend und sabotieren damit radikalere Ansätze? Was ist eigentlich “Revolutionäre Realpolitik” und was sind “Non-Reformist Reforms”? Wie können diese verschiedenen Ansätze synergieren statt sich zu stören? Und wo findet “Diversity of Tactics” ihre Grenzen?
Die Referentinnen haben ihre praktischen Erfahrungen rund um diese Themen vor allem in der Tierbefreiungsbewegung und der antikapitalistischen Klimabewegung gesammelt. Nach einem Input gibt es Raum für Diskussion.
14:00 – 16:00 Open Bike Sensor @Heizhaus-Rolltore
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Sensoren zur Messung von Überholabständen zusammenlöten und dadurch zu einem OpenData-Projekt beitragen – We’ll figure it out together.
16:00 – 17:30 E-Reader Meetup (Technologieoffen) @Heizhaus-Brücke
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Meine E-Reader Historie ging von einem gebrauchten Kindle über verschiedene Apps für Linux und Android, bis zum XTEINK X3 E-Reader mit custom Firmware.
Lasst uns zusammen über unsere E-Reader Geräte und Apps austauschen und unsere Geräte zeigen und ausprobieren.
16:00 – 17:30 Was tun mit der aktuellen Situation anarchistischer Bewegung? @P31-Seminarraum
Die Situation anarchistischer Bewegung ist zumindest im deutschsprachigen Raum gerade ziemlich mies. Allgemein geht es linken Ansätzen gerade nicht gut, der gesellschaftliche Rechtsruck erinnert eher an die 1920er. Die Corona-Pandemie hätte ein Elfmeter ohne Torwart sein können, aber wir haben es so richtig verkackt davon zu profitieren. Das tun stattdessen Rechte. Allgemein erleben wir einen autoritären Backlash. Und wir kriegen es auch nicht auf die Reihe aktuelle Themen wie kollektive Social-Media-Sucht, daraus resultierende kollektive Einsamkeit und Verkümmerung sozialer Kompetenzen oder die Gefahr von KI zu bespielen, sondern stehen diesen Tendenzen, die uns perspektivisch weiter schwächen werden, hilflos gegenüber.
Und auch im innerlinken Diskurs steht der Anarchismus gerade ehrlich gesagt ziemlich beschissen da. Während vor 10 Jahren Anarchist*innen noch eine der relevantesten Strömungen innerhalb linksradikaler Kontexte waren, werden wir immer noch zur Nische. Selbst für junge Menschen (mit der bemerkenswerten Ausnahme junger Queers, anarchistische Kontexte werden gerade immer queerer, aber nicht, weil so viel mehr queere Menschen zu uns strömen, sondern weil sie als einzige nicht weniger werden) scheinen rote Gruppen heute attraktiver zu sein. Darauf gibt es gerade noch keine nennenswerten Antworten von uns. Teilweise stellen sich anarchistische Kontexte gar nicht mehr die Frage wie sie relevanter werden können, sondern nur noch, ob sie lieber ein Anhängsel einer autoritären Strömung (ob MLer oder Antideutsche) oder doch lieber der Linksliberalen sein möchten. Bewegungen die im letzten Jahrzehnt noch massiv anarchistisch beeinflusst waren wie beispielsweise die antikapitalistische Klimabewegung, wurden von Postautonomen und Linksliberalen feindlich übernommen.
Kurz, die Situation des Anarchismus ist gerade ziemlich beschissen. Zeit für eine Bestandsaufnahme die radikal ehrlich mit sich selber und den eigenen Fehler ist, um dann darüber zu reden, wie wir das ändern können!
18:00 – 19:00 Spleisen fuer Anfaenger @Heizhaus-Brücke (Englisch-sprachig!)
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Here i will explain the basics of fibre splicing.
Ab 18:00 Party @P31 (ganzes Haus)
Also, eigentlich ist das eine Geburtstagsfeier die schon im P31 fest stand, bevor wir den Termin für die A-Tage festgelegt haben und sie sollte eigentlich auch gar nicht beworben werden. Aber in Abstimmung mit der feiernden Person haben wir beschlossen, dass die Party Teil der A-Tage wird 🙂
Wird aber keine so krasse Party, wer Lust auf was cooleres hat kann gerne einen Blick auf das Event werfen, dass direkt hier drunter steht:
Ab 21:00 Pyromeowniac set at the Quellc0d3 @Heizhaus-Brücke
Diese Party ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Drum Tech and Bass dj set from Pyromeowniac (the {Arsons})
27.09. (Sonntag)
Am letzten Sonntag im Monat gibt es im P31 gewöhnlich Kaffee&Kuchen. Das fällt auch während den A-Tagen nicht aus, deshalb wird es zusätzlich zum Programm irgendwann leckeren Kuchen geben.
11:30 – 13:00 How to setup a chatmail relay server, optimized for Delta Chat @Heizhaus-Brücke (Englisch-sprachig!)
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
With Signal, Whatsapp, and other centralized messengers running their servers on authoritarian territory, we need a decentralized alternative. Delta Chat apps work with most e-mail servers but chatmail servers are more secure, faster and easy to setup, and have become the primary choice for new users. Learn how to host chatmail, and help creating the resilient chatmail server network for a shattered world!
12:00 – 14:00 Syndikalismus in Nürnberg – Ein historischer Stadtrundgang @Treffpunkt P31 am Hoftor
Über den frühen Syndikalismus und die frühe anarchistische Bewegung in Nürnberg ist bislang wenig bekannt. So kennt kaum ein Mensch Namen wie Franz Gampe und Dr. Hanna Worminghaus oder den libertär geprägten “Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene” und die “Gilde freiheitlicher Bücherfreunde”. Anhand von Zeitungsartikeln und Polizeiberichten wollen wir uns der Bewegung nähern und einige prägende Orte in der Stadt kennenlernen.
12:00 – 18:00 Kritische Privilegiertheit Teil 1 @Amikaro
Workshops für CriticalWhiteness und kritische Männlichkeit widmen sich aus zwei verschiedenen Perspektiven den Themen um Privilegien und Diskriminierung. Diese werden in diesem Workshop um andere Formen von Diskriminierung ergänzt. Manchmal drehen sich Diskussionen im Kreis, warum ein Verhalten für andere unangenehm ist oder Diskriminierung reproduziert. Zum Beispiel fällt oft als Argument, Diskriminierung wäre nicht beabsichtigt gewesen. Oder der Hinweis auf Privilegien wird als Vorwurf gedeutet. Wie können wir uns (besser) in die Betroffenheit Anderer hinein versetzen? Dieser Workshop ist für alle, die bereit sind sich mit eigenen Privilegien auseinander zu setzen. Er richtet sich also nicht nur an weiße beziehungsweise cis-Männer. Du erfährt auch warum die Intention keine Rolle für die Wirkung spielt und warum der Hinweis auf Privilegien kein Vorwurf ist. Workshop zum mitmachen/mit diskutieren, es gibt keinen Vortrag.
14:00 – 14:30 How to build a Corsi-Rosenthal box fan filter… in Europe?? @Heizhaus-Brücke (Englisch-sprachig!)
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
This talk is about how I built a Corsi-Rosenthal box fan filter without the resources used typically in the USA.
14:30 – 15:30 pyinfra basics – you don’t need ansible in your life @Heizhaus-Brücke (Englisch-sprachig!)
Dieser Workshop ist Teil des quellc0d3, das vom 25. bis zum 27. September im Heizhaus statt findet und dessen Veranstaltungen wir abgesprochenerweise in unser Programm mit aufnehmen.
Annoyed by ansible’s yaml syntax? With pyinfra, you can write your declarative infrastructure config in python instead. With all the control flow logic, reusable libraries, and whole power of a turing-complete language you already know.
I can show you how we define our infrastructure in pyinfra, and some pyinfra libraries I wrote (for borgbackup, nginx, and wireguard). Then we can think together about the strengths and limitations of pyinfra, whether it would be useful for your projects, and how to migrate there.
14:30 – 16:00 Eine Einführung in den Plattformismus @P31-Seminarraum
Was bedeutet es, anarchistisch organisiert sein? Der Vortrag spannt einen Bogen von der historischen Entstehung über die Prinzipien des Plattformismus bis hin zu aktuellen Fragen des organisierten Anarchismus.
16:30 – 17:30 Offene anarchistische Vernetzung und Anarchistischer Rat in Nürnberg? @P31-Seminarraum
Städte wie Hamburg, Leipzig, Freiburg oder Heidelberg haben sie bereits: Eine offene anarchistische Vernetzung. Wäre das auch eine sinnvolle Struktur für Nürnberg oder eure Städte und Gemeinden? Oder wäre sogar ein offener anarchistischer Rat denkbar, in dem neue Initiativen vorgestellt, aktuelle Ereignisse diskutiert und Meinungsbilder der Bewegung abgefragt werden können, um die Szene als solche zu vernetzen und handlungsfähiger zu machen? Kommt gerne zum diskutieren und vielleicht habt ihr ja sogar schon Erfahrungen damit gemacht.
18:00 – 20:00 Wie wollen wir miteinander leben @P31-Seminarraum
In linksradikalen Kontexten kann man davon ausgehen, dass sobald man einfach mal die Frage in den Raum stellt, ob unsere persönliche Lebensführung eigentlich unseren politischen Überzeugungen entspricht irgendjemand darauf hinweist, dass irgendein alter Mann mal gesagt hat, dass es kein “richtiges Leben im Falschen” gibt. Ganz abgesehen davon, dass ich es gar nicht so relevant finde, was irgendwelche Typen irgendwann mal gesagt haben, hat der gleiche alte Mann auch mal gesagt “Man sollte, soweit es nur irgend möglich ist, so leben, wie man in einer befreiten Welt glaubt leben zu sollen, gleichsam durch die Form der eigenen Existenz, mit all den unvermeidbaren Widersprüchen und Konflikten, die das nach sich zieht”. Wir wollen darüber reden, wie das aussehen kann. Offener Austausch ohne viel Input. Wer konkrete Ansätze kennen lernen will und sich mehr Input wünscht, dem sei der Vortrag “allein machen sie dich ein” am Folgetag empfohlen.
20:15 – 22:00 Lagerfeuer-Musikabend mit kurzem Input über Musiktheorie @P31-Hof (bei schlechtem Wetter Barraum)
Wir machen zusammen Musik an der Feuertonne! Bringt gern eure Instrumente, Liederbücher und sowas mit! Zusätzlich wird es für Interessierte einen kurzen Input über Musiktheorie geben:
Musiktheorie kann sehr abschreckend sein und ist gar nicht notwendig um zusammen Musik zu machen. Aber sie kann auch hilfreich sein: für Improvisation und Begleitung ein paar Anhaltspunkte geben und einen Anfang ermöglichen. Deswegen möchte ich ein paar Grundlagen anbieten, die ich persönlich hilfreich fand – Was sind Chords und Tonarten, wie hängen sie zusammen, und welche Noten/Töne passen wozu. Jedes kann sich dann davon mitnehmen, was es für sich nützlich findet.
Ich lade alle ein, die am gemeinsamen Musizieren interessiert sind, und besonders Menschen, die schon irgendwie ein Instrument spielen aber bisher wenig Berührung mit Improvisation/freierem Musik machen hatten.
28.09. (Montag)
Du hasst nicht den Montag, du hasst den Kapitalismus.
12:00 – 18:00 Kritische Privilegiertheit Teil 2 @Amikaro
Fortsetzung vom Vortag
14:00 – 15:30 Allein machen Sie dich ein – Wege kollektiver Lebensgestaltung @P31-Seminarraum
Ich gebe einen Überblick über verschiedene Arten der kollektiven Lebensgestaltung, ihre Vor- und Nachteile, ihr *revolutionäres Potenzial* (nein keine Sorge, es wird kein akademisches Theoriegeschwafel) und was sinnvoll ist dabei zu bedenken. Bringt gern eure Fragen mit, es wird Raum dafür geben, Vorwissen ist keines nötig 🙂
16:00 – 18:00 “Music Theory”, White Supremacy and Microtonality @P31-Seminarraum (Englisch-sprachig!)
We explore some of Music Theory’s white-supremacist roots and how they survive and thrive until today.
Through examples we learn about different ways of making music, dividing the octave or forgetting it all together.
Some tips are given on how to get started thinking differently about your instruments and there will be space to try different tunings and instruments on site.
Workshop/Presentation(english) and space for exploration/jamming
18:30 – 20:00 Anarchismus und Spiritualität @P31-Seminarraum
Anarchismus und Spiritualität, das passt für viele nicht zusammen, ist der Anarchismus doch eine zutiefst atheistische Bewegung. Oder vielleicht auch nicht? Paganistische Symbole sind nicht allzu selten zu sehen in anarchistischen Räumen. Und auch vom jüdischen oder christlichen Anarchismus hört man immer wieder. Vielleicht gibt es ja doch ein paar mehr Menschen für die Spiritualität und Anarchismus sehr wohl zusammenpassen? Offener Austauschraum für spirituelle Anarchist*innen aus jedweder spirituellen und religiösen Richtung und für allgemein an dem Thema Interessierte.
20:15 Lightning-Talks „anarchistische Strömungen“ @P31-Seminarraum
Was hat es eigentlich mit “Syndikalismus”, “Insurrektionalismus”, “Plattformismus” und all diesen anderen komischen Worten auf sich? Hier werden in 15-minütigen Kurzvorträgen (Ja, insgesamt 15 Minuten, da sind Fragen und so inbegriffen, ja, die Zeit wird gestoppt) verschiedene anarchistische Strömungen vorgestellt. Und wenn deine Strömung nicht vertreten ist, kannst du auch mitmachen. Im Idealfall vorher kurz eine Mail an die A-Tage-Orga schreiben, aber Notfalls geht es auch spontan.
Eine halbe Stunde nach Ende der “anarchistische Strömungen”-Talks: Was machen Anarchist*innen eigentlich nach Polit-Feierabend? Stell dein Hobby vor! (Lightning-Talks) @P31-Keller
Man kann nicht seine ganze lohnarbeitsfreie Zeit nur mit Aktivismus verbringen. Zumindest ist das nicht gesund.
29.09. (Dienstag)
Dienstag ist im P31 gewöhnlich VAPCA-Tag. Das steht für “Vegan Anarchist Punk Cooking Action” und ist eigentlich nur ein fancy Wort für KüFA. Das heißt nicht nur, dass es Abends vermutlich was gutes zu Essen gibt, sondern auch, dass vermutlich einige Leute vorbeikommen, die sonst nicht bei den A-Tagen sind.
13:30 – 16:30 Gegen die Angst – was will der intersektionale Anarchismus? @P31-Seminarraum
Unsere Beziehungen sind von Herrschaftssystemen vergiftet – wir alle werden willkürlich nach Geschlecht, Herkunft, Konformität, Leistung, Selbstständigkeit, und Zivilisiertheit eingeteilt. Wie können wir diese Zwänge abschaffen, und einen Umgang auf Augenhöhe finden? Ein Einführungsvortrag.
17:00 – 19:00 KüFAs als Bestandteil von Mutual Aid-Strukturen @P31-Seminarraum
Zum Einstieg beschäftigen wir uns damit, was Mutual Aid bzw. gegenseitige Hilfe heißt und wie Küfas (Küche für alle) davon ein Bestandteil sein können. Eine Küfa ist kein Catering und keine Suppenküche, sondern Menschen, die füreinander kochen und teilen statt tauschen, ohne Gegenleistung. Dazu werfen wir einen kurzen Blick auf ein paar Beispiele aus der Geschichte der Küfas und darauf, warum diese rein pflanzlich sein sollten. Wir wollen uns mit euren konkreten Herausforderungen beschäftigen, wie Mengen und Kalkulation, Hygiene, woher billige oder gerettete Lebensmittel kommen (Foodsharing und so), und was mit den Resten passiert. Platz für Erfahrungen, Fragen und Fehler inklusive. Zum Abschluss wollen wir kleine Utopien und Konzepte entwickeln, die vielleicht sogar ein Startschuss für neue „Stadtteil-Küchen“ oder Teil neu entstehender anarchistischer Netzwerke sein können. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
20:00 – 22:00 Waldbesetzungs-AMA @P31-Seminarraum
Die Zeit der Waldbesetzungen scheint langsam vorbei zu sein. Von der Mitte der 10er-Jahre bis zu Beginn der 20er-Jahre des aktuellen Jahrhunderts gehörten Waldbesetzungen zu den anarchistischen Projekten mit der größten Strahlkraft überhaupt, heute fühlen sie sich schon fast eher nach Bewegungsgeschichte als nach Gegenwart an (obwohl es sie immer noch gibt). Was hat es mit dem Ganzen auf sich? Ein anarchistischer Ansatz der konkrete Kämpfe wie Klimathemen mit Freiräumkämpfen, einer radikalen Lebensweise und anarchistischen Analysen verbindet? Die Wiege der antikapitalistischen Klimabewegung? Ein Radikalisierungs-Hotspot der gesellschaftliche Gruppen weit weg von dem üblichen akademischen Milieus die wir gewöhnlich ansprechen erreicht? Die erfolgreichsten anarchistischen Projekte des letzten Jahrzehnt? Oder doch nur der Versuch eines richtigen Leben im falschen von verwöhnten Kindern, die sich mit gelegentlichen militanten Aktionen selber über ihre eigenen Bedeutungslosigkeit hinwegtäuschen? Ein Hort des verantwortungslosen Umgangs mit sich selber, Genoss*innen und Repression? Ein Haufen planloser Hedonist*innen die sich für viel relevanter halten als sie sind?
Was auch immer man von Waldbesetzungen hält, sie waren ein prägendes Element jüngster anarchistischer Geschichte in Europa und haben einige von uns beeinflusst. Doch trotzdem gab es bisher kaum eine kritische Aufarbeitung mit der Frage, was wir aus den Erfolgen und Fehlern der Waldbesetzungen lernen können. Die Referentin hat von 2015 bis 2021 auf verschiedenen Waldbesetzungen gelebt und gekämpft, hat damit die Blütezeit und den Niedergang der Waldbesetzungs-Bewegung miterlebt und stellt sich hier euren Fragen.
30.09. (Mittwoch)
Am letzten Mittwoch im Monat ist im P31 normalerweise Queer-Kneipe. Wir machen einen ganzen Thementag draus 😉
11:00 – 12:30 DIY-HRT-Basics @Amikaro
Eigentlich deckt das Gesundheitssystem die hormonelle Versorgung von trans Personen ab, die Ministis und Krankenkassen behaupten dies zumindest. In der Praxis ergeben sich zahlreiche Mängel und eine seit Jahrzehnten gravierende und sich sogar verschärfende Versorgungslücke, für manche Personengruppen ist der offizielle Weg über die Krankenkassen sogar unmöglich. Die Alternative ist Teile oder Alles davon selbst zu übernehmen.
Es wird circa 60 Minuten Input geben was “DIY HRT” denn eigentlich ist, warum DIY HRT, welche Risiken es gibt, wie sich diese Minimieren lassen und wie die allgemeine Praxis davon meistens aussieht. Im Anschluss gibt es einen offenen Raum für Fragen, Diskussionen oder Vertiefungen.
11:00 – 13:00 Nein, Ja, Vielleicht – Boundaries & Consent ehrlich leben @P31-Seminarraum
Wie merke ich eigentlich, was ich will – und wo meine Grenzen liegen? Wie kommuniziere ich ein ehrliches Ja, Nein oder Vielleicht? Und was passiert, wenn People Pleasing, Unsicherheit oder Freeze dazwischenkommen? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Grenzen und Consent nicht als starre Regeln, sondern als laufenden Prozess aus Selbstwahrnehmung, Kommunikation und gegenseitigem Respekt. Mit Reflexion, Austausch und praktischen Übungen schauen wir auf Körpersignale, eigene Muster und darauf, wie wir mit einem Nein – dem eigenen wie dem anderer – umgehen können. Inspiriert von Faith G. Harper.
13:30 – 15:30 Amatonormativität, Beziehungsnormen und Beziehungsanarchie @P31-Seminarraum
Anarchie hin oder oder, wir alle suchen doch nach der einen, exklusiven und ewig anhaltenden romantischen Partnerschaft, die auch gleichzeitig die einzige Beziehung ist in der wir Sex haben (was übrigens wichtiger ist als jede andere Freizeitbeschäftigung, eigentlich schon ein Grundbedürfnis wie Essen und Schlafen), Geld miteinander teilen, auf Dauer zusammen wohnen und Kinder aufziehen. Wer diese Beziehung nicht hat ist ganz automatisch weniger glücklich und wird einsam sterben. Freund*innenschaften können uns per Definition nicht das Gleiche geben und werden immer weniger wert sein als die romantische Beziehung. Mit drei Freund*innen oder Genoss*innen zusammen leben, füreinander Verantwortung übernehmen und vielleicht sogar Kinder aufziehen statt mit einem romantischen Partner, völlig undenkbar.
Du hältst das auch für totalen Quatsch, oder zweifelst zumindest an einem dieser Glaubenssätze? Du willst dich nicht mit diesen Normen abfinden? Dann ist das vielleicht der richtige Workshop für dich. Workshop mit Input und Austausch.
13:45 – 15:15 Schluss mit der Tabuisierung von Körpern – Nacktheit als Empowerment @Amikaro
In den letzten Jahren haben sich in der linken Szene, vor allem in queerfeministischen Kontexten, bestimmte Normen im Umgang mit Nacktheit und Körpern etabliert. Nackte Oberkörper gelten als mackrig, und anstatt dass es mal eine sinnvolle Debatte darüber gibt wie wir Räume schaffen können in denen sich möglichst viele damit wohl fühlen können oben ohne zu sein ist es quasi überall für alle verboten. Von kompletter Nacktheit ganz zu schweigen. Und diese Dynamik gibt es nicht nur in der Szene – FKK-Clubs sind idR Senior*innenvereine ohne Nachwuchs, und an Badeseen gehen immer weniger Menschen nackt baden. Aber wo bleibt das Empowermment, die Normalisierung und Entsexualisierung von Nacktheit? Gerade für Frauen, trans Menschen und andere Menschen deren Körper aus gesellschaftlichen Normen fallen? Ich geb nen kurzen Input über die Geschichte der gesellschaftlichen Bedeutung von Nacktheit, der Fokus liegt dann auf Austausch und Ideenfindung für einen besseren Umgang mit dem Thema als die aktuelle Szenenorm. Mit Nacktheit während dem Programmpunkt ist zu rechnen, ihr seid eingeladen ohne oder mit wenig Klamotten zu kommen wenn ihr euch damit wohlfühlt. Falls ihr am Hintern nackt sein wollt bringt bitte ein Handtuch oder irgendeine andere Sitzunterlage mit.
16:00 – 17:30 DIY-HRT-Biohacking @P31-Seminarraum
Estradiol oder Testosteronversorgung sind abgedeckt (siehe Workshop von 11:30), aber was tun, wenn die “Standardversorgung” nicht das ist was gewollt ist oder jemensch gar cis ist? Was tun, wenn gewisse Änderungen nicht erwünscht sind? Gibt es etwas, um bei transfemininen Person Brustwachstum zu beschleunigen/verbessern? Wie sieht die aktuelle Studienlage aus, welches gesammelte Wissen gibt es innerhalb der trans Community? Und wie funktioniert eigentlich Homebrew, also das selbstständige Herstellen von Medikamenten?
Das Referenti ist transfeminin und hat ca. 5 Jahre Erfahrung in verschiedenen Aspekten der Wissenszusammentragung von und Einnahme von eher untypischen Medikamenten/Substanzen zur Ereichung von Transitionszielen.
18:00 – 19:00 Queerfeministische Kritik am FLINTA-Begriff @P31-Seminarraum
Die Abkürzung FLINTA – Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Transgeschlechtliche, Agender – wird viel aus der Intention heraus verwendet Räume inklusiver und/oder sicherer zu gestalten. Seit längerem gibt es jedoch gerade aus der trans*-Community wachsende Kritik an der Abkürzung und ihren Verwendungen. Die Erfahrungen von Menschen rund um das Thema Geschlecht sind furchtbar komplex – und wir wollen einen Weg finden mit dieser Komplexität angemessen umzugehen ohne in immer neue Vereinfachungen zu verfallen.
Gehalten wird der Vortrag von einer Person auf die zwar mehrere Buchstaben des FLINTA-Begriffs zutreffen, die aber definitiv nicht als “eine Flinta-Person” bezeichnet werden will.
19:30 – 21:00 Wie organisiere ich einen unkommerziellen/alternativen/antikapitalistischen CSD? @P31-Seminarraum
Einige kennen es: der CSD in ihrer Stadt ist viel zu kommerziell und konzerndominiert, zu bürgerlich, zu spießig oder es werden fragwürdige politische Entscheidungen getroffen wie zum Beispiel die CSU einzuladen und antikapitalistische Gruppen auszuschließen. Ein möglicher Umgang: einfach einen eigenen CSD machen. Aber ist das wirklich so einfach? Die Referentin hat den unkommerziellen CSD in Nürnberg 2023, 2024 und 2025 mitorganisiert und wird erzählen wie das so lief, wie man so ein Projekt angehen kann wenn man das selber machen will und warum es 2026 leider keinen unkommerziellen CSD in Nürnberg gab. Potentiell sollen sich hier auch erste Interessierte für die Orga eines unkommerziellen CSD 2027 zusammenfinden. Aber auch Interessierte von außerhalb von Nürnberg die die Idee in ihre Stadt oder Region tragen wollen sind sehr willkommen. Erfahrungsbericht und AMA
Der Workshop war als Teil der Queerkneipe bereits im P31 für diesen Abend eingeplant bevor der A-Tage-Termin feststand.
Ab 21:30 Karaoke @P31-Keller
Offener Karaoke-Abend. Wie bei vielen Dingen im Leben ist es auch beim Singen heute mal egal ob du es kannst, solange du dich traust.
01.10. (Donnerstag)
Donnerstag ist regelmäßig der nerdige Tag im P31, ob Popkultur-Lesekreis, Spieleabend oder Nerdkneipe, das alles findet gewöhnlich Donnerstags statt. Unser Programm für den Tag ist dementsprechend geprägt.
12:00 – 18:00 Umverteilung von unten nach oben am Beispiel Wohnungs- und Immobilienmarkt @Amikaro
Das ‘Mietenproblem’ gilt laut Umfragen inzwischen als wichtigstes Thema. Die Schere von Armut und Reichtum geht immer weiter auseinander. Hier werden wir sehen, warum das Steuersystem dazu führt, dass die Rendite in z.B. Immobilien umso höher ist, je mehr man verdient. Gibt es tatsächlich keine Interventions-Möglichkeiten in den Wohnungsmarkt? Wir werden auch einige Phrasen und Schlagwörter aus der Politik auf den Prüfstand stellen.
14:30 – 16:00 Behindert aber trotzdem da – Antiableismus Workshop @P31-Seminarraum
Der Workshop gibt einen Ein-/Überblick über Barrieren verschiedener Behinderungen/Einschränkungen, Ideen zum Barriereabbau und Tipps und Tricks in Bezug auf Rollstühle.
16:30 – 18:30 Was wir als politische Bewegung heute aus der Science-Fiction der 80er und 90er lernen können @P31-Seminarraum
KIs die aus dem Labor ausbrechen und selbstständige Cyberangriffe ausführen, KI-Entwickler die die reale Angst formulieren, dass ihre Schöpfung die Menschheit auslöscht, ein allgegenwärtiger Cyberspace, Staatschefs die über Social Media kommunizieren, digitale Endgeräte in Hosentaschengröße die so relevant für Teilhabe geworden sind, dass die meisten gar nicht mehr ohne unterwegs sind, digitale Süchte die konventionelle Drogen in der Breite ablösen, Überwachungssoftware die so mächtig ist wie es vor kurzem noch unvorstellbar war… All diese Nachrichten die heute Alltag sind, hätten vor wenigen Jahrzehnten noch wie wilde Science-Fiction-Dystopien geklungen. Und tatsächlich hat dieses Literaturgenre bemerkenswert viel der heutigen Entwicklung korrekt vorhergesagt. Wie kann das sein? Waren die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen einfach so absehbar? Oder hat es etwas damit zu tun, dass einige der Menschen die diese Welt entscheidend mitprägen selber Fans dieser Bücher sind? Und merken diese Leute eigentlich, dass sie die Villains sind? Und vor allem: was können wir heute von William Gibson, Ursula le Guin, Isaac Asimov und co für unsere politische Praxis lernen? Offene Gesprächsrunde.
17:00 – 18:00 Anarchistisches Workout @P31-Hof (bei schlechtem Wetter Keller)
Gemeinsam erarbeitete Bewegungen zu Parolen und Gymnastik zu Punkmusik. Findet jeden Donnerstag im P31 statt, nicht nur zu den A-Tagen.
19:00 – 21:00 Der P31-Tolkien-Lesekreis stellt sich vor @P31-Seminarraum
Im P31 gibt es im Rahmen davon, dass es bei einigen Menschen dort generell Interesse an kritisch-politischer Popkulturanalyse gibt seit einiger Zeit einen monatlichen Tolkien-Lesekreis am ersten Donnerstag im Monat. Zu den A-Tagen hat der Lesekreis sich entschieden seinen Abend für Gäste etwas zugänglicher zu machen. Es wird zwei 15-minütige Kurzvorträge geben, einen generell zur Frage wie und warum man primär als Kunst und zur Unterhaltung gedachte Literatur politisch ließt und einmal zur Tolkien-Besessenheit der Big-Tech-Kapitalisten (Stichwort Palantir) und was wir daraus über deren Denken lernen können. Danach wird es eine offene Gesprächsrunde geben.
Ab 21:15 Offener Buchvorstellungs-Abend (Lightning Talks) @P31-Seminarraum
Egal ob Politisches, Theorie, Praxis, Bildung, Kunst, Kultur oder einfach Unterhaltung. Wenn du ein Buch oder auch eine regelmäßig erscheinende Zeitung oder etwas vergleichbares kennst, dass deiner Meinung nach mehr Anarchist*innen kennen sollten, dann stell es hier vor. 10-Minuten-Zeitslots mit Stoppuhr.
02.10. (Freitag)
Ein Tag mit einem Fokus auf Repression und Antirepression.
10:00 – 18:00 Jedem Haus ein Lastenrad! Teil 1 @Desi
Wir bauen gemeinsam Lastenräder! Eine Übersicht zum Ablauf des Workshops, den Lastenradmodellen und Kontakt zur Anmeldung findest du unter: https://reparad.de/angebote/lastenrad-workshop/
Wichtig: Wenn ihr bei diesem Workshop teilnehmen wollt, meldet euch bitte kurz an, da vorab mit euch besprochen wird (z.B. in einem kurzen Call), was ihr so mitbringen solltet und was euch so erwartet 🙂
11:00 – 12:15 Zur Geschichte und Gegenwart anarchistischer Gefangenenunterstützung und des Anarchist Black Cross @P31-Seminarraum
Die Geschichte anarchistischer Gefangenenunterstützung geht bereits an das Ende des 19. Jahrhundert im zaristischen Russland zurück und ist dabei auch immer eng an die Geschichte der anarchistischen Bewegungen geknüpft. Anfang 1900 organisieren sich unterschiedlichste Solidaritätsnetzwerke unter dem Namen Anarchist Red Cross. Im Vortrag wird es um die allgemeine Geschichte des Anarchist Black Cross und auch konkret um die Aktivitäten des ABC Wien gehen – wie kann Antiknast- und Solidaritätsarbeit aussehen und warum wir gegen Knäste sind.
12:15 – 12:45 Vorstellung des Anarchist Defence Fund @P31-Seminarraum
Seit Anfang des Jahres 2018 gibt es den International Anarchist Defence Fund und damit eine neue kollektive Unterstützungsstruktur, die sich als Ziel gesetzt hat Anarchist*Innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten in Not geraten sind, zu unterstützen. Gerade in Zeiten zunehmender Repression gegen Anarchist*innen und Antiautoritäre sind nicht-hierarchische internationale Unterstützungsstrukturen von unschätzbarem Wert. Außer finanzieller Unterstützung ist ein Netzwerk wie der A-Fund eine ausgezeichnete Möglichkeit Informationen über Repressionsfälle auszutauschen. Wir möchten euch kurz diese neue Solidaritätsstruktur vorstellen und euch die Möglichkeit geben, dieser beizutreten.
13:00 – 13:30 Cleo – einer inhaftierten Schwarzen trans* Frau im Knast @P31-Seminarraum
Input zu Cleo – einer inhaftierten Schwarzen trans* Frau im Knast – und Einladung zum Briefe schreiben an Gefangene.
13:45 – 14:45 Anarchist Prepping @P31-Seminarraum
Prepper, sind das nicht die Typen mit einem Haufen Waffen, die sich irgendwo Bunker bauen und Lebensmittel und Munition horten? Ja das trifft oft zu, hat aber nichts mit „Anarchist Prepping“ zu tun. Zwar geht’s da auch darum sich vorzubereiten und sich Skills anzueignen, daher das Wort „preppen“, aber mehr in Kontext von Community-Building und nicht survival of the fittest.
Wir gehen auch der Frage nach, warum sich die meisten Anarchist*innen immer noch mehr oder weniger komplett auf eine Versorgung durch Staat und Kapitalismus verlassen.
Wir geben zwar vor gegen den Staat zu sein, aber könnten wir auch ohne ihn überleben?
14:30 – 16:00 Einführung in den Especifismo @Heizhaus-Brücke
Ausgehend von der historischen Verankerung in Uruguay und Brasilien erarbeitet der Vortrag die Kernideen des Especifismo und mündet in aktuelle Debatten um anarchistische Organisierung.
15:00 – 16:00 Vortrag über Castor-Transporte @P31-Seminarraum
16:15 – 16:45 How to Gefangenenpost @P31-Seminarraum
Kurzer Workshop zum Schreiben von Briefen an Gefangene. Nach einem kurzen Input könnt ihr eure ersten Briefe an Gefangene formulieren, während euch Beratung für Fragen zur Seite steht. Die Briefe könnt ihr auch erst später im hauseigenen Gefangenenbriefkasten einwerfen, wenn ihr sie nicht selbst einwerfen wollt.
17:00 – 18:45 Kritik des Autoritarismus. K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform @P31-Seminarraum
Sogenannte Kader-Gruppen verschiedener Ausrichtung sind seit ca. 2021 deutschlandweit, sogar europaweit auf dem Vormarsch. Das in den 70er und 80er Jahren der BRD bekannte Phänomen wurde wiederbelebt. Neoleninistische Gruppierungen bleiben dabei keineswegs nur obskure Vereinigungen von hängengebliebenen Alt-Genoss*innen. Vielmehr ziehen sie verstärkt junge Menschen an und reklamieren den Faktor Militanz für sich.
Für Anarchist*innen ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen ärgerlich und beängstigend. Zum einen werden autoritäre Kommunist*innen als unliebsame Konkurrenz erlebt. Andererseits kann bei ihnen zu Recht verkürzte Herrschaftskritik, verbunden mit aufgewärmten, simplen Versprechungen, festgestellt werden. Weiterhin prägen sie ihre Mitglieder und Sympathisant*innen durch autoritäre Denkmuster und Verhaltensweisen und instrumentalisieren Bündnisse, um ihre Machtbasis auszubauen.
Schauen wir genauer hin, wird deutlich, dass der Auftrieb des neoleninistischen Pseudo-Kommunismus Ausdruck und Symptom umfangreicher autoritärer Zuspitzungen in der Gesellschaft insgesamt ist. Es handelt sich bei ihnen um eine Verfallserscheinung emanzipatorischer sozialer Bewegungen. Diese Entwicklung geht einher mit der Zunahme staatlicher Repression, der Faschisierung weiterer sozialer Milieus, der Verdrängung grundlegender Krisenerscheinungen, dem Angriff auf die liberale Demokratie sowie dem Abbau sozialer Sicherungen. Statt dies lediglich festzustellen oder zu beklagen wollen wir gemeinsam emanzipatorische Handlungsansätze benennen.
Nach dem Vortrag können wir gern aus verschiedenen Standpunkten und Perspektiven heraus diskutieren. Bitte achtet auf einen fairen und respektvollen Umgang miteinander.
17:00 – 19:00 Film: Nur Revolution oder Tod @P31-Keller
In unserem Film “Nur Revolution oder Tod” geht es um die Lügen des grünen Kapitalismus, transformative Kämpfe und was wir konkret tun können.
17:30 – 19:30 IT-Sicherheit für Anarchist:innen @Heizhaus-Brücke
Datensicherheit, VPN, Tor, Tails, Veracrypt, KeePass, GrapheneOS. Wenn ihr zum Workshop kommen wollt füllt doch gerne vorab diese Umfrage aus: https://cryptpad.fr/form/#/2/form/view/jORhUPP+yOfiRPXk1nLEouLyc8PV2eepyr10dXgudfk/
19:00 – 20:00 Kurzfilme aus dem Hambacher Forst @P31-Seminarraum
Ab 20:15 Konzert wutholz @P31-Hof (bei schlechtem Wetter Barraum)
Anarchoqueerökoterrorwaldbesetzungsakustikfolkpunk – poetisches Gejaule zu Gitarre über Faschismus, Repression, Gewalt von außen und innen und den Versuch trotz der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu leben. Hoffnungsvoller Pessimismus oder so.
03.10. (Samstag)
An dem Tag gibt es ein bisschen Fokus auf Bewegungsgeschichte.
10:00 – 18:00 Jedem Haus ein Lastenrad! Teil 2 @Desi
Fortsetzung vom Vortag
10:30 – 12:00 Tyrannen lernen aus der Geschichte – Warum nicht auch wir? @P31-Seminarraum
Herrschende Institutionen beobachten Widerstand, lernen aus vergangenen Konflikten und entwickeln ihre Strategien weiter. Aber wie gut kennen soziale Bewegungen eigentlich ihre eigene Geschichte?
11:30 – 13:00 Anarchist*innen in der mexikanischen Revolution @Heizhaus-Brücke
Der Vortrag beleuchtet die erste Revolution, an der sich Anarchist*innen maßgeblich beteiligten: Die Mexikanische Revolution zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Genauer gesagt die Partido Liberal Mexicano von 1900 bis 1918. Zu Beginn wird die Geschichte Mexikos behandelt, um die Ursachen und Besonderheiten der Revolution zu erklären, wie die breite Bauernrevolte oder der starke (USA-fixierte) Anti-Imperialismus. Ziel des Vortrages ist, einen Blick auf die Geschichte des Anarchismus und der Arbeiter*innenbewegung außerhalb Europas zu geben. Dabei soll das Thema aus mehreren Perspektiven wie verschiedene Diskriminierungsformen, beispielsweise Rassismus und Sexismus, aber auch Gewaltproblematiken und taktischen Debatten betrachtet werden. Der Vortrag ist zugleich eine Vorstellung des gleichnamigen Buch, aber ohne langatmige Lesepassagen oder andere akademischen Verkrampftheiten.
12:30 – 13:30 Anarchismus und Punk in Rumänien unter Nicolae Ceaușescu und danach @P31-Seminarraum
13:15 – 14:15 Linke, migrantische und jüdische Perspektiven auf die deutsche Einheit @Heizhaus-Brücke
Was bedeutete die deutsche Einheit für Menschen, die sich nicht selbstverständlich als Teil der deutschen Nation verstanden? Was bedeuten die Erfahrungen für eine emanzipatorische Linke heute und in Zukunft? Der Vortrag schaut auf den “Mauerfall und die Wiedervereinigung” aus linken, migrantischen und jüdischen Perspektiven und fragt nach dem Umgang mit Nationalismus in BRD, DDR und der deutschen Linken. Dabei geht es um rassistische und antisemitische Gewalt, migrantische Selbstorganisation und die Spannungen zwischen Antirassismus und Antisemitismuskritik.
14:00 – 15:30 Film: Doc Mulei an die Macht! @P31-Keller
Über die Teilnahme zweier besetzter Häuser in Weimar an der Oberbürgermeisterwahl 2000.
14:30 – 17:00 (k)ein anarchistisches Programm?! @Heizhaus-Brücke
Im Anarchismus gibt es umfangreiche Erfahrungen und zahlreiche Überlegungen zu Strategien, Ethik, Organisations- und Aktionsformen, Zielen und Mitteln. Diese sind leider aktuell nicht besonders bekannt. Umso schwieriger wird es, wenn es um die anarchistische Programmatik geht: Wie könnte man sich anmaßen, festzulegen, was in einem anarchistischen Programm steht? Wer könnte es beschließen und wer würde es umsetzen? Glücklicherweise sind die Antworten darauf sehr einfach: Alle Interessierten, die grundsätzliche Sympathien und einige Erfahrungen mit Anarchismus haben, können sich an der Debatte um eine zeitgemäße Programmfindung beteiligen. Dahinter steht die Hoffnung, das dies ein Beitrag zur Organisierung des Chaos wäre.
Im Workshop wird es zunächst einen Input zur Bedeutung von Programmen und Strategien geben – und erklärt, warum es aus anarchistischer Sicht notwendigerweise Schwierigkeiten bei ihrer Formulierung geben muss. Wir schauen uns gemeinsam den Vorschlag für ein anarchistisches Programm an. (Dieses wird v.a. auf den deutschsprachigen Raum bezogen gedacht.) Dann diskutieren wir in Kleingruppen darüber und tragen die Ergebnisse zusammen. Im Austausch selbst liegt der Sinn des Workshops, weil wir dadurch unser Bewusstsein bilden. Eventuell fließen einige der Einsichten auch in eine zukünftige Publikation ein.
16:00 – 17:30 Kooperative Ökonomie(n) der Selbstverwaltung @P31-Seminarraum
Trotz permanenter Krisen erscheint der Weg aus dem Kapitalismus als aussichtslos. Doch es gibt bereits eine Reihe von selbstverwalteten Betrieben, die versuchen, solidarisch zu wirtschaften. Ausgehend von verschiedenen Praxisbeispielen weltweit soll aufgezeigt werden, wie ein Netzwerk selbstverwalteter Betriebe entstehen kann, das unter Einbindung lokaler Gemeinschaften ein solidarisches wirtschaftliches Netzwerk bildet.
Ab 16:00 P31-Keller geblockt für Party-Aufbau und Soundcheck
18:00 – 20:00 Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus @Heizhaus-Brücke
28 Protagonistinnen führen in die Vielfalt anarcho-syndikalistischer Betätigungsfelder ein. Sie kamen aus 17 verschiedenen deutschen Städten und wirkten von 1898 bis in die 1950er Jahre. 28 biographisch konzipierte Kapitel lassen ein vielfältiges Panorama des deutschsprachigen Anarcho-Syndikalismus entstehen.
Ab 18:00 Party @P31 (ganzes Haus)
Bands (ab 19:00):
– Hamudi (Experimental Noise Rock aus Nürnberg)
– Backthroe (Hardcore Punk aus Nürnberg)
– Cardanja (Melodic Punk aus Weimar)
DJs (nach den Bands):
– Thomas leggern (Punk/Dub/Ska aus Nürnberg)
– DJ*n Queerbeat (Querbeet Dumpstered Trash)
– DJ W*sserratte (Techno/Bounce aus Leipzig)
04.10. (Sonntag)
Seit Januar ist jeden ersten Sonntag im Monat Digital Independence Day. Es geht um Unabhängigkeit von Big Tech und generell um digitale Souveränität. Auch im P31 sind regelmäßig DID-Events und auch zu den A-Tagen machen wir einen dementsprechenden Thementag.
10:00 – 12:00 Angreifer Strafverfolgung: Wie schützt man Daten vor Repression? @P31-Seminarraum
IT-Sicherheits-Workshop.
12:00 – 14:00 Regionale Syndikalismus- und Anarchismusforschung @Heizhaus-Brücke
Wie erforsche ich regionale Geschichte?
12:30 – 14:30 Selfhosting – Bis wir alle auf der Terrorliste stehen @P31-Seminarraum
Der Fall Autistici/Inventati hat mal wieder sichtbar gemacht wie vulnerabel unsere digitale Infrastruktur ist. Zeit etwas daran zu ändern! Ein Weg um die Resilienz an der Stelle zu verbessern könnte Selfhosting sein. Der Workshop dient als offener Austausch zum entwickeln von Konzepten und richtet sich eher an Menschen die schon ein bisschen Vorwissen haben.
15:00 – 17:00 Das anarchistische Verhältnis zu sogenannten sozialen Medien @P31-Seminarraum
Eigentlich müsste Social Media der Albtraum für jede*n Anarchist*in sein. Aus dem ehemals dezentralen und schwer beherrschbaren Internet ist etwas geworden, bei dem von der breiten Masse nur noch die Plattformen einer kleinen Hand voll Großkonzerne verwendet wird. Diese schalten, walten, zensieren und regulieren dort alles, ohne sich vor irgend jemandem rechtfertigen zu müssen. Sie müssen dafür nicht einmal Beiträge löschen, es reicht völlig zu manipulieren was wem angezeigt wird, denn die große Mehrheit der Leute suchen dort nicht gezielt nach Inhalten, sondern konsumieren stumpf, was das Unternehmen ihnen sagt, dass sie konsumieren sollen, indem sie dem intransparenten “Algorithmus” (von dem unklar ist, ob es überhaupt noch wirklich ein Algorithmus ist) blind vertrauen. Ein “Algorithmus” der übrigens auf Suchterzeugung optimiert ist, und mit Erfolg. Social-Media-Sucht hat Alkohol und Nikotin längst als Volks-Abhängigkeit abgelöst, mit fatalen Langzeitauswirkungen auf kognitive und soziale Kompetenzen (ernst gemeinte These: rauchen ist weniger schädlich als Instagram). Doch nicht nur die Bereiche die ehemals das klassische Internet abgedeckt hat, werden jetzt von Social Media ausgefüllt. Instagram, TikTok, Twitter, YouTube und co haben in der Breite längst klassische Nachrichten-Formate wie Zeitungen oder Radio abgelöst, und zusätzlich stellen sie immer mehr die wichtigsten sozialen Begegnungsräume unserer Zeit dar, womit die Big-Tech-Konzerne hinter diesen Plattformem so viel Macht über das Denken und das Miteinander der Menschen haben, wie noch nie ein Konzern in der Menschheitsgeschichte.
Doch auch in anarchistischen Kontexten, scheinen die wenigsten das wirklich als Problem zu sehen. Im Gegenteil, viele Anarchist*innen nutzen diese Medien selber und begreifen sie als nützliche Tools zum Erreichen der Massen (wobei es im Wesen dieser Plattformen liegt, dass sie nicht wirklich zur Vermittlung herrschaftskritischer Inhalte taugen). Teilweise werden sie zu unseren neuen primären Kommunikations-Tools erklärt, ersetzen zunehmend Plakate, Flyer, Zeitungen, Mailinglisten und unsere eigenen Websiten. Das wir damit unsere Genoss*innen dazu zwingen sich von ekelhaften Konzernen kontrollierten und hochgradig suchterzeugenden sowie gesundheitsschädlichen Medien auszusetzen, wird nicht als Problem begriffen. Das wir uns damit völlig von der Gnade von Meta, YouTube und Google abhängig machen auch nicht. Eine Debatte darüber ist schwierig. In anarchistischen Gruppen und autonomen Zentren wird auf ein “vielleicht sollten wir Instagram nicht mehr füttern weil… [siehe obiger Text]” nicht nur ablehnend reagiert, oft wird bereits ein Diskurs darüber zurückgewiesen und die Menschen die die Bedenken äußern werden in etwa so behandelt, wie die einzige Veganerin in der Familie bei der Familienfeier vom konservativen Opa (um mal ein Klischee zu gebrauchen). Selbst der Kompromiss “wir sollten Inhalte nicht NUR auf diesen Plattformen bereit stellen” scheint oft schon zu viel zu sein.
Dieser Vortrag ist eine Folge davon, dass die (durchaus IT-affine) Referentin regelmäßig in den Gruppen in denen sie organisiert ist versucht diesen Diskurs anzustoßen, an den Reaktionen verzweifelt und die Welt (oder zumindest ihre Genoss*innen) nicht mehr versteht.
Rant mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion.
17:30 – 19:30 Wir müssen über KI reden @P31-Seminarraum
Sogenannte KI ist nicht nur eine disruptive Technologie, sondern auch ein völlig unberechenbarer Faktor in Bezug auf zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen. Inzwischen sind wir an dem Punkt angekommen, an dem ehemalige Entwickler davor warnen, dass die Unternehmensführung und Chefentwickler von OpenAI, Anthropic und co das Risiko, dass KI innerhalb des nächsten Jahrzehntes (!) die Menschheit auslöscht (!!) auf über 10% (!!!) betiteln. Dementiert wird das Ganze nicht, die Reaktion darauf: es wird darüber geredet die Entwicklung etwas zu verlangsamen. Selbst diejenigen, die das Risiko noch als deutlich höher betiteln und das ganze für ein “russisch Roulette Spiel mit den Leben aller Menschen” halten, fordern lediglich Regulierungen und nicht etwa die rückstandlose Vernichtung der Technologie (was bei der Gefahrenprognose vielleicht angemessener wäre). Während dessen benutzen auch Anarchist*innen diese Technologie, die ein potentiell höheres Gefahrenpotential als Atomwaffen hat, als Spielzeug und Arbeitsmittel, ohne, dass es dafür eine Notwendigkeit gäbe.
Ist der Kapitalismus an den Punkt gekommen, an dem er sich demnächst der Menschheit entledigt? Braucht es erst ein Tschernobyl-Ereignis, damit die Gefahren dieser neuen Technologie ernst genommen werden? Oder ist das alles nur ein blöder Werbegag und der ganze KI-Hype ist nur eine Blase um einen besseren Zufallsgenerator? Im Grunde weiß gerade niemand so genau was Sache ist, wir wollen trotzdem versuchen darüber zu reden, was wahrscheinliche Entwicklungen sind, worauf wir uns einstellen müssen, was Worst-Case-Szenarien sind und vor allem wie wir den Scheiß effektiv bekämpfen können.
Offene Austauschrunde.
Ab 20:15 Abschlussevent @P31-Barraum
Und damit sind die A-Tage auch schon wieder rum.